
Im Foyer der Hochschule für Gestaltung befindet sich eine zentrale Treppe. Sie bildet einen stark frequentierten Schnittpunkt zwischen den beiden Haupteingängen und den Durchgängen zu den angrenzenden Institutionen (Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und Museum für Neue Kunst).
Diese bereits bestehende Treppe ist Anbringungsort und Bestandteil des Anzeigesystems. Durch diese Nutzung bleibt das architektonische Konzept des Gebäudes unverändert, es wird vermieden ein weiteres Element hinzu zu fügen das mit der bestehenden Architektur konkuriert. Trotz der zurückhaltenden Anbringung des Systems zwischen den Treppenstufen fällt es dem Besucher ins Auge. Die Treppe wird in ihrer Bedeutung aufgewertet und das Anzeigesystem integriert sich in die bestehende Architektur.

Die Zeilen zwischen den Treppenstufen bestehen aus gelben oktogonalen »Flip-Dot«-Kippelementen. Diese Anzeige-Technik wurde bewust wegen ihrer charakteristischen Ästhetik ausgewählt. Die einzelnen Kippelemente bauen sich der Reihe nach, von links nach rechts, neu auf und erzeugen dabei ein dezentes Geräusch. Dieser Wechsel der Inhalte erweitert die Anzeige zusätzlich um eine mediale Komponente.
Die robuste und ausfallsichere Technik wird durch Erschütterungen der freihängenden Treppe nicht beeinträchtigt und eignet sich für die wechselnden Lichtverhältnisse in den Lichthöfen der HfG Karlsruhe ebenfalls optimal.

Mitwirkende Idee & Konzeption:
Jürgen Betker, Frank Faßmer, Julia Kuon, Achim Römer
Produktion und Installation:
LLE - Lawo-Luminator-Europa
Auszeichnung mit dem »Hertha und Werner Krauße Preis 2002«